Stark bemehlte Fichtenrindenlaus

Identifizierung und Verbreitung

Cinara costata Apterae (die ungeflügelten Formen im Generationszyklus der Blattläuse) sind mit Wachs überzogen, hellbraun oder gelbbraun, manchmal mit einem matten metallisch goldenen Schimmer und mit einem Paar wachsüberzogener dunkler flaschengrüner dorsaler Längsstreifen, die manchmal etwa in Höhe der Honigsaftröhren (Siphkunkel) zusammenfließen. Die hervorstehenden Siphunkularkegel sind dunkelbraun und normalerweise dreifachen Abstand voneinander. Die Körperlänge beträgt 2,7-3,8 mm. C. costata Alatae (geflügelte adulte Tiere) haben charakteristisch pigmentierte Vorderflügel, wobei die Vene zur Mitte hin nur einmal verzweigt ist.

Die stark bemehlte Fichtenrindenlaus bildet kleine Kolonien auf kleineren, holzigen Zweigen an den unteren Ästen der Fichte (Picea spp.). An den Zweigen wird auch mehliges Wachs abgelagert  (siehe unten), die Kolonien werden normalerweise nicht von Ameisen gepflegt. Oviparae (eierlegende Weibchen) und Männchen kommen im Oktober in der nördlichen Hemisphäre vor. C. costata kommt in Europa, Ostasien, Australien, Grönland, Kanada und USA vor.

Biologie und Ökologie

Núñez-Pérez & Tizado (1996) beschreiben das Aussehen der Kolonien wegen ihren Wachsablagerungen auf den Ästen als dicht bemehlt. Man findet sie in der Regel auf den ältesten Ästen oder, wenn der Baum noch jung ist auch am Stamm. Obwohl C. costata reichlich Honigtau produziert, werden Kolonien im Gegensatz zu den meisten anderen Cinara-Arten nicht von Ameisen gepflegt. Binazzi & Scheurer (2009) geben die Art ebenfalls als unabhängig von der Pflege durch Ameisen an.

Mögliche Schäden

Delfino und Binazzi (2002) geben C. costata als eine von vielen Blattlausarten an, die z.B. Koniferen in Argentinien wirtschaftlichen Schaden zufügen. Larsson & Björkmanan (1993) stellten fest, dass es keinen signifikanten Unterschied in der Kolonie-Dichte der bemehlte Fichtenrindenlaus zwischen dürrebelasteten und unbelasteten Fichten gab. Dies steht im Gegensatz zu den meisten anderen Stressexperimenten, die eine verbesserte Leistung von phloem-saugenden Insekten auf dürregestressten Bäumen gezeigt haben.

Referenzen

  • Binazzi, A. & Scheurer, S. (2009). Atlas of the honeydew producing conifer aphids of Europe. Aracne. 132 pp. Einleitung
  • Delfino, M.A. & Binazzi, A. (2002). Áfidos de coníferos en la Argentina (Hemiptera: Aphididae). Rev. Soc. Entomol. Argent. 61 (3-4), 27-36.
  • Larsson, S. & Björkmanan, C. (1993). Performance of chewing and phloem-feeding insects on stressed trees. Scandinavian Journal of Forest Research 8 (1-4), 550-559. Abstract
  • Núñez-Pérez, E. & Tizado, E.J. (1996). Conifer aphids (Homoptera: Aphididae) and some natural enemies in the León province (Spain). Boln. Asoc. esp. Ent 20 (1-2), 85 – 93. Vollständiger Artikel

Quelle: influentialpoints.com